MRI-Arthrographie

Zweck der Untersuchung

Ihr Arzt hat Sie zu einer MRI-Arthrographie-Untersuchung angemeldet. Er erwartet von dieser Untersuchung detaillierte Auskünfte über feine Sehnen und Bänder, die mit einer gewöhnlichen MRI-Untersuchung in der Regel nicht vollständig gemacht werden können. Beispielsweise kleine Einrisse in einer Sehne können bei bestimmten Gelenken in einer Standard-Untersuchung übersehen werden.

Für die MRI-Arthrographie ist es notwendig, Ihnen Kontrastmittel in das zu untersuchende Gelenk zu spritzen. Es dringt in kleine Risse ein und macht diese so sichtbar. Auch werden benachbarte Strukturen entfaltet sowie deren Oberfläche dargestellt. Am häufigsten wird diese Methode im Bereich der Schulter eingesetzt, gefolgt von Hüftgelenk und Handgelenk. Grundsätzlich können alle Gelenke mittels MRI-Arthrographie untersucht werden, dies ist jedoch nicht bei allen Gelenken prinzipiell nötig. 

 

Vorsichtsmassnahmen

Melden Sie sich bitte, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen oder eine Allergie auf Kontrastmittel haben. 

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die MTRA wird Sie zuerst bitten, sich für die MRI-Untersuchung umzuziehen. Anschliessend werden Sie auf dem Untersuchungstisch unseres Durchleuchtungsgeräts so gelagert, dass der Stich leicht durchgeführt werden kann.

Nach gründlicher Desinfektion der Haut wird der Radiologe unter Durchleuchtungskontrolle die Haut durchstechen. Eine zusätzliche örtliche Betäubung ist in der Regel nicht nötig, da die Punktion meist nur einen Stich erfordert. Die Nadeldicke entspricht etwa derjenigen, die man für einen Blutabnahme verwendet.

Die Nadel wird stufenweise vorgeschoben, bis sie im Gelenk liegt. Die korrekte Nadellage wird unter Durchleuchtung überprüft und anschliessend das MRI-Kontrastmittel gespritzt. Sie können dabei eine gewisse Gelenkspannung fühlen, bitte melden Sie sich, falls der Druck für Sie zu stark ist. Nach Entfernen der Nadel werden Sie von der MTRA zum MRI-Gerät geführt und die MRI-Untersuchung durchgeführt.

 

Was geschieht nach der Untersuchung mit dem Kontrastmittel?

Das Kontrastmittel wird über die nächsten Stunden aus dem Gelenk wegtransportiert und wird über die Nieren ausgeschieden. In der Regel treten dadurch keine Nebenwirkungen auf. Sie können das Gelenk nach der Untersuchung wie gewohnt bewegen und müssen keine speziellen Vorsichtsmassnahmen einhalten.

 

Was kann eine MRI-Arthrographie für Nebenwirkungen haben?

Insgesamt sind Nebenwirkungen sehr selten. Die häufigste Nebenwirkung sind vorübergehende Gelenkschmerzen, die durch den erhöhten Gelenkdruck ausgelöst werden können. Sie beginnen oft einige Stunden nach der Untersuchung und dauern maximal 1-3 Tage. Die üblichen Medikamente gegen Gelenkschmerzen wirken gegen diese Nebenwirkung. Bei Bedarf erhalten Sie diese über Ihren Hausarzt.

Wenige Patienten reagieren mit einer lästigen, aber harmlosen so genannten vasovagalen Reaktion («Schwarz werden vor den Augen») bei der Punktion; in Ausnahmefällen kann anschliessend eine Überwachung nötig sein. Selten kann sich ein Bluterguss bilden.

Andere Nebenwirkungen sind sehr selten. Allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel sind (im Gegensatz zum venös gespritzten Kontrastmittel) aussergewöhnlich selten. Ausgesprochen selten sind auch Infektionen (seltener als 1:10'000).

Falls Sie zusätzliche Fragen haben, können Sie diese jederzeit während der Vorbereitungsphase oder während der Untersuchung stellen.